Revitalisierung im denkmalgeschützten Bestand: apoprojekt übergibt Educationhouse an Berliner DAX-Unternehmen
Hamburg, 11. August 2026 – apoprojekt hat im Auftrag eines Berliner Energietechnologie-Unternehmens ein Industriegebäude aus dem Jahr 1899 revitalisiert. Das Objekt ist Teil eines denkmalgeschützten Ensembles auf dem Konzerncampus. Innerhalb von 16 Monaten entstanden auf vier Ebenen rund 3.900 qm flexible Werkstatt-, Schulungs- und Büroflächen.

Das Leistungsspektrum umfasste Eingriffe in die Baukonstruktion und die vollständige Erneuerung der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Die Arbeiten erfolgten im laufenden Campusbetrieb. Um die reguläre Nutzung nicht zu beeinträchtigen, setzte apoprojekt die Maßnahmen abschnittsweise und in enger Taktung um. Während der gesamten Bauphase minimierte das Unternehmen Staub- und Lärmemissionen, hielt die Rettungswege jederzeit frei und gewährleistete die unterbrechungsfreie Funktion der bestehenden sicherheitstechnischen Anlagen.
Individuelle Lösungen für komplexe Anforderungen
Als besondere Herausforderung erwiesen sich die statischen Restriktionen des Bestands. Da das historische Dachtragwerk keine zusätzlichen Lasten aufnehmen konnte, entwickelte apoprojekt eine sekundäre Stahlkonstruktion zur Lastabtragung und schuf damit die Voraussetzungen für die Installation der TGA-Systeme sowie die Realisierung der Schallschutz- und raumakustischen Maßnahmen. Auch die Photovoltaikanlage erforderte eine objektspezifische Lösung: Die ultraleichte Sonderanfertigung wird von einer maßgeschneiderten Unterkonstruktion getragen. Im Gebäudeinneren ertüchtigte beziehungsweise ersetzte apoprojekt einzelne Deckenfelder der Bestandskappendecken, um die Trassenführung zu ermöglichen.
Drei Nutzungen unter einem Dach
Im Erdgeschoss entstand eine Lehrwerkstatt mit CNC-Maschinen und Schweißkabinen, in den Obergeschossen Schulungs- und Büroflächen. Um die Schallübertragung vom Werkstattbereich zu minimieren, montierte apoprojekt abgehängte Schallschutzdecken sowie Wand- und Deckenabsorber. Darüber hinaus führte das Unternehmen Zuleitungen und Anschlüsse für technische Gase aus und errichtete eine Kranbahn.
Denkmalwerte Bauteile bewahrt
Im Treppenhaus stand der behutsame Umgang mit den historischen Details im Vordergrund. Holzstufen, Podeste und Fliesenbeläge aus den 1920er Jahren wurden erhalten oder originalgetreu wiederhergestellt. Die Schiebetore integrierte apoprojekt als gestalterische Elemente in das neue Educationhouse.