• 21.04.2020 │ IN EIGENER SACHE

    „Wir bauen Zukunft“ – unser erstes Projekt in Peru

    Mit APO Building Future übernehmen wir soziale Verantwortung. Das bedeutet für uns nicht nur finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sondern unser Können und unsere Leidenschaft in Projekte einfließen zu lassen, um etwas zu bewegen. Wir wollen „Zukunft bauen“ – und das im wörtlichen Sinne. In unserem ersten Projekt werden wir gemeinsam mit der PATRIZIA Children Foundation eine Schule im peruanischen Regenwald erweitern. Wir sprachen dazu mit den Projektpaten Vera Fontanella und Christian Brüggemann.

    Gemeinsam mit der Geschäftsführung erarbeiten die Projektpaten die nächsten Schritte

    Was ist der Ansatz von APO Building Future?

    Vera: APO Building Future ist der Name, unter dem wir unser Engagement im Bereich Corporate Social Responsibility zusammenfassen. Der Name passt zu uns – schließlich sind wir ein Bauunternehmen und wir wollen uns auch auf Projekte fokussieren, die etwas mit unserer Kernkompetenz zu tun haben. Der Name passt auch zu unserem ersten Projekt in Peru: Wir wollen „Zukunft bauen“.
    Christian: An der Stelle gefällt mir das Zitat unseres Geschäftsführers Hendrik von Paepcke gut:

    Unternehmen und Unternehmer sollten sich dadurch auszeichnen, dass sie nicht nur Verantwortung für ihre Mitarbeiter, sondern auch gesellschaftlich übernehmen.

    Das fasst gut zusammen, was hinter APO Building Future steht.

    Wer hat den Anstoß zu APO Building Future gegeben?

    Christian: Unsere Geschäftsführer Hendrik von Paepcke und Alexander Knälmann haben schon länger nach einer Möglichkeit gesucht, sich als APOprojekt intensiv sozial zu engagieren. Die Jahre zuvor haben wir bereits Geld für soziale Zwecke gespendet und unter anderem auch in den Sponsored Circle der PATRIZIA Children Foundation eingezahlt. Mit der PATRIZIA Children Foundation setzen wir auch unser aktuelles Projekt in Peru um. Zuvor haben wir keine Möglichkeit gefunden, um uns über eine rein finanzielle Weise hinaus zu engagieren. Im Rahmen der White-Label-Lösung, die wir für die Schulerweiterung in Peru mit der PATRIZIA vereinbart haben, können wir erstmalig die Bereitstellung finanzieller Mittel mit unserem Know-how und dem Einsatz unserer Arbeitskraft verbinden. Für die Schulerweiterung in Peru stellen wir als APOprojekt die kompletten finanziellen Mittel zur Verfügung und fungieren als Kooperationspartner. Zusätzlich bringen wir die Arbeitsleistung unserer Kollegen ein und übernehmen die Planung und Umsetzung des Projekts vor Ort. Die Schulerweiterung in Peru ist für uns ein hervorragender erster Schritt in den großen Bereich der Corporate Social Responsibility. 


    Einmalige Eindrücke: Wir nehmen Sie mit auf unsere Reise in den Regenwald von Peru

    Und warum habt ihr euch für die Zusammenarbeit mit der PATRIZIA Children Foundation entschieden?

    Vera: Wenn es um Spenden geht, finde ich persönlich wichtig – da spreche ich auch für unsere beiden Gründer – zu wissen, wofür das Geld eingesetzt wird. Es gibt wenig Schlimmeres, als wenn bereitgestellte Spenden nicht direkt dort ankommen, wo sie versprochen wurden. Die PATRIZIA Children Foundation wird aktuell mit einem Prozent der Jahresumsätze der PATRIZIA finanziert. Davon werden alle Personalkosten der PCF gedeckt. Alles, was jetzt von den Spenden finanziert wird, hat wirklich zu 100 Prozent direkt mit dem Projekt zu tun. Dies hat uns im Hinblick auf die Finanzierung überzeugt. Die Möglichkeit der White-Label-Lösung gab dann den Ausschlag dafür, das Projekt in dieser Form zu unterstützen.

    Werdet ihr ausschließlich Projekte im Bereich Bildung unterstützen?

    Vera: Nein, es muss nicht gezwungenermaßen nur um Bildung gehen. Bei der Auswahl zukünftiger Projekte ist für uns wichtig, dass wir weiterhin den Ansatz verfolgen können, unser Know-how und unsere Arbeitsleistung mit der Bereitstellung finanzieller Mittel zu verbinden. Bei unserer jährlichen Weihnachtsfeier werden unsere Kollegen die Möglichkeit bekommen, neue Projekte vorzustellen, die sie begeistern und die sie unterstützen möchten. Wir entscheiden dann als TeamAPO, welches Projekt als nächstes umgesetzt wird.

    Einige der Kinder müssen jeden Morgen über eine Stunde laufen, um zur Schule zu gelangen

    Das ist der strategische Oberbau eurer CSR-Aktivitäten. Jetzt kommen wir direkt zu eurem Projekt in Peru. Was ist die Rolle von euch beiden? Was tragt ihr zum Projekt bei?

    Christian: Vera und ich sind die Projektpaten. Wir haben im Zuge unserer Reise im November 2019 die ersten Ortsbegehungen vorgenommen und stehen in sehr engem Austausch mit der PATRIZIA Children Foundation. Als Projektpaten betreuen wir das Projekt stellvertretend für APOprojekt vollumfänglich.
    Vera: Wir bilden die Schnittstelle zwischen APOprojekt und der PATRIZIA Children Foundation. Zugleich sind wir auch ein bisschen die „Gesichter“ des Projekts. Und das sowohl nach außen als auch nach innen. Wir wollen unsere Kollegen nicht nur informieren, sondern dafür begeistern, sich ebenfalls zu beteiligen. Wir stehen in engem Austausch mit unseren Kollegen und versuchen jetzt, die Inhalte zu bündeln, zu sammeln und auf den Weg zu bringen. Und wir fühlen uns verantwortlich für das Projekt.
    Christian: Als Projektpaten stellen wir Zeit und Fachwissen zur Verfügung, um eine erfolgreiche Projektumsetzung sicherzustellen. Vera trägt für die Teilbereiche Organisation, Logistik und Kommunikation die Verantwortung. Die Planung, Bauprojektleitung und Logistik vor Ort liegen in meinen Händen.

    Die Projektpaten Vera Fontanella und Christian Brüggemann vor Ort

    Das Projekt berührt euch auch ganz persönlich. Was war bisher euer emotionalster Moment?

    Christian: Nur einen emotionalen Moment zu nennen ist schwierig. Im Zuge der Reise haben wir viele emotionale Momente erlebt, die man kaum zusammenfassen kann. Nehmen wir beispielsweise die Lebensumstände der Menschen vor Ort – diese sind für die meisten Westeuropäer kaum vorstellbar: Menschen leben auf engstem Raum in sehr einfachen Verhältnissen. Der Mangel an vielerlei Stelle ist deutlich zu spüren.
    Sehr emotional ist zudem die Wirkung der unberührten Natur – wir sind dort mitten im peruanischen Regenwald. Beeindruckender kann Natur vermutlich kaum sein.
    Vera: Es gab wirklich viele emotionale Momente während der Reise. Da schließe ich mich Christian an. Die Umstände vor Ort sind wirklich andere als die, mit denen man sonst alltäglich konfrontiert wird.
    Was mich aber in letzter Zeit emotionalisiert, ist die Reaktion der Kollegen. Wir haben bei der Weihnachtsfeier das Projekt vorgestellt und ich sehe, wie sich die Kollegen jetzt auch nach Feierabend mit dem Projekt beschäftigen. Das ist für uns persönlich auch ein kleiner Erfolg: Wir haben es irgendwie geschafft, die Kollegen abzuholen und zu emotionalisieren. Zugleich baut das Projekt auch einen Druck auf, wir müssen schneller vorankommen. Gefühlt ist die Peru-Reise schon so lange her. Ich mache mir Gedanken, ob die Menschen vor Ort noch wissen, dass wir wirklich kommen und dass wir unsere Versprechen halten.
    Christian: Ergänzend zu Vera: Stiftungsarbeit ist sehr vielschichtig, und dieses Verständnis auch peu à peu zu entwickeln, das ist nicht immer einfach. Wer ist wie zu integrieren, wer ist wo abzuholen – das hat auch eine stark politische Komponente. Das sind Erfahrungswerte, die uns mit Sicherheit auch in Zukunft für weitere CSR-Projekte weiterhelfen werden.

    Da schließt sich meine nächste Frage an: Das Projekt ist ja kein Mieterausbau, mit dem ihr euch üblicherweise beschäftigt. Auf welche Unwägbarkeiten seid ihr noch gestoßen?

    Christian: Die bauliche Umsetzung, die Logistik und Materialbeschaffung sind sicherlich Themen, die uns vor eine Herausforderung stellen werden. Auch die klimatischen Bedingungen sind nicht zu unterschätzen – die Wahl des Bauzeitraums ist nicht unwesentlich. Dieser sollte in jedem Fall außerhalb der Regenzeit liegen, da sonst eine Umsetzung beinahe unmöglich wäre. Wenn wir nicht gegen den Regen kämpfen, kämpfen wir gegen die hohe Luftfeuchtigkeit und die Temperaturen. Um den Bau innerhalb von sechs Wochen erfolgreich zu meistern, werden auch weitere Kollegen vor Ort sein. Wir möchten unsere handwerkliche Kompetenz einbringen und haben uns daher entschieden, das Projekt als TeamAPO zu realisieren.

    Im Rahmen eines Workshops wurden gemeinsam mit den Eltern die Anforderungen an die neue Schule erarbeitet

    Habt ihr die Menschen in Peru mit in eure Planungen einbezogen? Wird die Hilfe vor Ort angenommen?

    Vera: Zunächst haben die Familien, die Eltern und auch die Kinder, etwas Distanz gehalten. Ich würde es „gesunde Distanz“ nennen. Das taute aber schnell auf. Die Eltern haben an unseren Workshops zur Ausgestaltung des Baus begeistert teilgenommen. Sie haben schnell gemerkt, dass es eine Chance für ihre Kinder und vielleicht auch für sie selbst ist. Sie wollen, dass sich wirklich etwas ändert. Sie nehmen die Hilfe an, und zwar mit sehr viel Stolz. Es war sehr herzlich und authentisch.

    Und wie geht es nach der Erweiterung der Schule weiter?

    Vera: Unser Konzept ist so angelegt, dass wir als APOprojekt selbst 250.000 Euro für Corporate-Social-Responsibility-Projekte investieren werden. Wir wollen aber auch unsere Stakeholder, Auftraggeber, Nachunternehmer und Kollegen motivieren, einen finanziellen Beitrag zu leisten. Unsere Kollegen übernehmen das Fundraising für unser Projekt in Peru. Und da jede Spende direkt in das Projekt fließt, können potenziell bis zu 500.000 Euro erzielt werden. Je mehr Spenden gesammelt werden, desto höher ist der Betrag, den wir für zukünftige Projekte zur Verfügung haben. Ich bin jetzt schon sehr gespannt darauf, welche Projekte unsere Kollegen auf der diesjährigen Weihnachtsfeier vorstellen werden!

    Und was ist, wenn der Bau abgeschlossen ist – werdet ihr das Projekt weiterverfolgen?

    Christian: Die PATRIZIA und auch APOprojekt verpflichten sich, den Erfolg des Projekts auch in der Zukunft nachzuhalten und zu verstehen, ob sich unser Einsatz gelohnt hat. Das ist der vertragliche Teil. Aber ich glaube, da spreche ich für alle Beteiligten, das ist unser Herzensprojekt. Uns wird es daher immer auch persönlich wichtig sein, wie es sich dort entwickelt.

    Kindern eine bessere Zukunft schenken – das ist das Ziel aller Beteiligten

    Was ist euch abschließend besonders wichtig mit Blick auf euer soziales Engagement und das Projekt?

    Vera: Ich möchte zeigen, dass dieses Projekt eine besondere Möglichkeit für APOprojekt ist: Wir haben da die Chance, Zugang zu weiterführender Bildung zu geben, und damit kann sich für die Menschen im Regenwald von Peru wirklich etwas verändern! Da ist plötzlich eine Perspektive für die Kinder und somit natürlich auch für die Familien.
    Ich bin unglaublich begeistert davon, wie sich unsere Kollegen einbringen. Wir haben wirklich tolle Menschen bei APOprojekt, die ihre Zeit opfern, um sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ich freue mich darüber, dass wir nicht nur schreiben „Wir sind TeamAPO“ – wir zeigen es auch. Es macht mich stolz, ein Teil davon zu sein.
    Christian: Vera hat es schön zusammengefasst. Für mich ganz persönlich muss ich eines festhalten: Ja, wir bauen etwas, und ich meine damit nicht, dass wir im Regenwald bauen, Stein auf Stein, aus Beton, Stahl und Glas. Es ist vielmehr die Sinnhaftigkeit, die dahintersteht. Es geht nicht um den klassischen Mieterausbau – wir haben hier andere „Auftraggeber“. Es hat für mich persönlich einen Mehrwert, Teil des Projekts zu sein. Wir sagen nicht nur, dass wir ein großes APO-Team sind, sondern wir leben es auch so. Wenn ich überlege, dass allein unser Planungsteam knapp 15 Frau und Mann stark ist, beeindruckt mich das. Ich würde sagen, alle 400 APOprojekt-Mitarbeiter bringen sich ein, entweder durch Arbeitsleistung oder durch Spenden. So haben wir beispielsweise eine Kollegin im Team, die sich damit beschäftigt, die peruanische Bauordnungen zu übersetzen. Es vergeht kein einziger Tag, an dem ich nicht auf das Projekt angesprochen werde. Wie läuft es? Was können wir noch machen? Peru ist wirklich bei allen im Kopf – es ist unser aller Projekt.

    Werden auch Sie Teil des Projektes – und helfen uns zu helfen: